SV-Germania 90 - Schöneiche e. V.
 
    
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Geschichte :

Der erste Vorgänger vom SV Germania 90 Schöneiche wurde 1894 unter dem Namen MTV Germania 1894 Kleinschönebeck-Schöneiche gegründet.  Der Männer-Turnverein (MTV) wird als Verein für Leibesertüchtigungen im Sinne Friedrich Ludwig Jahn gegründet . Die Sport - und Spielplätze gibt es auf dem Gelände der ehem. und heutigen noch vorhandenen Kartoffelbbunker  - ...

     
( Aufnahme v. 17.02.2003 )
  
( Aufnahme von Mai 2009 )

und an der Lehmgrube zwischen Heuweg und der heutigen Brandenburgischen Straße . Die Männer turnen an Geräten und machen gymnastische Übungen und Gruppengymnastik mit " bildlichem " Ausdruck  :-))))  .  Mitglieder und Gründer sind Bauern , Arbeiter , Handwerker ,Gewerbetreibende und Beamte .

1909 wird begonnen auf dem Gelände der Ecke (heute Heuweg und Babickstraße) das Kleinschönebecker Gaswerk zu erbauen . Gleichzeitig werden die Rohre verlegt . Am 04.April 1910 wird das Gaswerk abgenommen .

 

(Der Gaskessel wurde 1971 abgerissen , die anderen Gebäude nach der Wende . (Heute ist dort die EWE - Siedlung und EWE - Netzmeister )

 

 

( Aufnahmen von 2003 )

1909 - 1910

Der MTV Germania wird um Frauenturnen , Gymnastik mit Geräten, Bällen , Keulen und Seilen erweitert . Oft werden die Übungen mit Musik begleitet . Der Sportbetrieb erweitert sich , die Kinder der Gründer treten in den Sportverein ein .

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Am 14.02.1933 wird östlich vom Gaswerk und nördlich vom Sportplatz ein Friedhof errichtet mit Grundsteinlegung für eine Trauerhalle . Heute die Friedensaue .

Am 23. - 24.Juni 1934 wird der neue Sportplatz in Kleinschönebeck in der Babickstraße eingeweiht . Der Sportplatz bestand aus einem Oval mit Fußballfeld und einer Aschenbahn und an den Rändern aus Flächen für die Leichtathletik . Die restliche Fläche des heutigen Sportplatzes war damals noch Grünfläche und östlich befanden sich 2 Felder von Bauern . Die LPG (Landwirtschaftliche-Produktions-Genossenschaft) machte zu DDR-Zeiten 1 Feld daraus . ( Die Feldfläche zur Berliner-Sraße hin wird heute oft als Circus-Standort genutzt )

( Die Aschenbahn gab es nach 1945 bis 2007 noch , wehe man stürzte mal , dann gab es arge Schürfwunden - Nicht aktuelle Aufnahme bei google )

  

( So ähnlich sah die Aschenbahn aus , gewalzter Schotter . Die Aufnahmen hier stammen von einer Veranstaltung der IGL Schöneiche von 2006 )

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Da die Besiedlung in den einzelnen Ortsteilen immer mehr zunahm so gab es auch dort Turnvereine . Zum Beispiel im Ortsteil Fichtenau : Am 29. August 1908 wird in Fichtenau ein Turnverein gegründet . Er gibt sich den Namen : Turnverein " Frisch Auf " Fichtenau . Der Verein war im Gesellschaftshaus Fichtenau ansässig ( auch noch bis in die 50er Jahre des letzten Jahrhunderts) . War dort selbst zum turnen :-) .  Und auf besonderen Wunsch meiner Mama :-))))

Und hier konnte man auch sein  Sportabzeichen ablegen , was nachfolgend bewiesen werden kann .

Und das im Jahre 1934 .

Weiter zum Fußball

   

Wie aus der Karte von 1910 zu ersehen ist gab es auch einen Sportplatz . Dieser befand sich in Fichtenau zwischen der damaligen Krausestraße (heute Clara-Zetkin-Straße) und der damaligen Gutenbergstraße (heute Karl-Marx-Straße) und östlich von der Hauptstraße (heute Geschwister-Scholl-Straße) und westlich von der Kaiser-Wilhelm-Straße (heute Brandenburgischen-Straße) begrenzt . Die damalige Markgrafenstraße (heute August-Bebel-Straße) gab es noch nicht , dort wurde erst später gebaut .

Auf diesem freien Gelände befand sich noch viel Wald und auch der Fußballplatz , ein rechter Acker  für heutige Verhältnisse .

Auf diesem Platz fanden sich nicht nur die Fußballer ein , sondern auch die Sportfreunde des Turnvereins . Und wenn ich an meine Mutter denke , so schaute sie auch mit ihren Freundinnen den jungen Fußballern zu :-)

 

Hier 2 Mannschaftsfotos aus den Jahren 1934 bis 1936 , vor dem Tor auf unserem Fußballplatz . (Wenn man richtig hinsieht so muss es ein rechter " Acker " gewesen sein , noch nicht schöner Rasen wie heute)

   

.Dies Foto ist von einem Auswärtsspiel in Berlin und muss 1937 - 1938 gewesen sein . ( Auf allen Fotos ist mein Vater zu sehen, hier unter der ganz Rechte :-)))

Ab 1935 geht der ungezwungene Sportbetrieb verloren , viele Mitglieder ziehen sich aus den Sportvereinen zurück.  Der Reichssportbund mit seinen Organisationen übernimmt die Führung . der Charakter des Sports verändert sich immer mehr zu einer vormilitärischen Ausbildung .

 

   

Hier v-l.n.r. : 1938 - Hans Seifert , Paul Seifert ( Söhne vom Zigarrenhändler Seifert - Hauptstraße) und Kurt Mieck ( Sohn vom Fleischermeister Paul Mieck - Hauptstraße ).

Weitere Mannschaften

 

Diese 4 Aufnahmen entstanden zwischen 1936 - 1938 .

 

 

Der Turnverein gehörte auch zum MTV Germania 1894 Kleinschönebeck-Schöneiche .

Nach 1945

Der Wiederaufbau des Vereins nach 1945 war nicht einfach . Zum einen waren viele Sportler im 2. Weltkrieg geblieben , oder noch in Gefangenschaft . Etliche ältere Sportler waren inzwischen  verstorben . Zum anderen musste man sich um Ernährung und Wiederaufbau kümmern . Und im Ort hatte ja die sowjetische Kommandantur das sagen !Auch gesellschaftlich fand ein Umbruch statt , Positionen wurden mit nicht Nazi belasteten Bürgern besetzt .Es wurde aber wieder ein Sportverein gegründet , die  SG -  Schöneiche . Und nach Gründung der DDR 1949 ( 7. Oktober ) ging es wechselhaft weiter .

Wie in vielen Gemeinden und Städten in der DDR wechselten die Vereinsnamen recht häufig . Ab ca. 1953 hier im Ort : BSG Lokomotive Schöneiche , BSG Motor Friedrichshagen , BSG Motor Ostend , BSG Empor Köpenick , TSG Schöneiche . Vor der Wende 1989-1990 hieß der Verein zuletzt  ZBE Landbau Schöneiche .

Die Wiederherstellung der Sportanlagen und des Vereinsheimes war in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts nicht einfach . Es fehlte am vielem , Baumaterial , Baufirmen , Farbe und Geld . Da konnte die Gemeinde auch nicht viel ausrichten , denn über Gelder und Baumaterial und auch die Wichtigkeit der Vorhaben wurde meist woanders (Kreis und Bezirk) entschieden . Es war ja vieles kontigentiert und mußte Jahre vorher angemeldet werden . In vielen freiwilligen Arbeitseinsätzen der Vereinsmitglieder und Sportler und den Bürgern der Gemeinde und mit "Feierabendbrigaden"  ging es auf dem Sportplatzgelände vorwärts . Vieles wurde auch anderweitig "organisiert " . Man war ja erfinderisch :-)  .

 

v.l.n.r. - Das Vereinsgebäude ( eine Baracke ) , anfänglich grau gestrichen , erhielt einen weißen Anstrich . Das Gebäude wurde um und angebaut . Der Fußballplatz und die Aschenbahn wurde wieder hergerichtet . Das Gelände wurde mit einem Jägerzaun versehen . (Aufnahmen aus dem Jahr Mai 2006 )

Die Schöneicher Schulen veranstalteten hier dann ihre Sportunterrichte und Sportfeste . Und auch die Fußballer und Leichtathleten bestritten hier ihre Wettbewerbe und Wettkämpfe . Gefeiert wurde natürlich auch :-)  . In den folgenden Jahren der DDR wurde immer wieder etwas erneuert , an und umgebaut und vieles in freiwilligen Arbeitseinsätzen .

Im Fußball konnte der Verein allerdings keine ganz großen Erfolge verbuchen . Regional konnten aber Erfolge verbucht werden . ( So wird es jedenfalls im Internet benannt ) .

Größere Erfolge erzielten allerdings die Leichtathleten auf Kreis und Bezirksebene . Hier konnten etliche Titel errungen werden .

Im Internet wird allerdings die Sektion Federball genannt die 1971 / 1972 in der DDR - Liga spielte und einen dritten Platz im Herren Doppel bei den DDR Jugendmeisterschaften ( AK 17 / 18) 1972  erzielte .

   

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Quellennachweis : 1. Schöneiche bei Berlin - Eine Chronologie der Geschichte ,

2. Schöneicher Hefte ( Heft Nr. 1 / Dez. 2005 ) ,

3. Eigene Aufnahmen 2003 bis 2006 ,

4.  Historisch eigene Fotos und Dokumente aus eigenem Besitz (sowie auch ein Danke an die Familie Rasch für die Sportbilder 1936 - 1938 ).

5.  Internet " google " :-)  ,

6.  2 Bilder von Homepage IGL (Leichtathletik)