Schöneiche bei Berlin  - Ortsteil Fichtenau
 
Platz des 8. Mai 1945  ** Tag der Befreiung **
 
Anmerkung !  Dies ist eine rein private Seite und soll die Geschichte des Denkmals aufzeigen .
 
( Bitte auf die Bilder klicken , sie erscheinen dann größer )
 
70. Jahrestag
8. Mai 1945
* Tag der Befreiung *
 
     
 
Auch in diesem Jahr 2015 , wie in jedem Jahr , fand am sowjetischen Ehrenmal eine Gedenkveranstaltung der Gemeinde Schöneiche bei Berlin statt . Der Bürgermeister und der Gemeinderat hatten dazu eingeladen .
Etliche Bürger , Vertreter von Parteien und Vereinen waren an diesem Tag erschienen um der Gefallenen zu gedenken .
 
   
 
Bereits zum 8. Mai 2014 wurde hier auch eine Tafel aufgestellt mit der Übersetzung und kurzer Geschichte . Auch wurde die Schrift in den Grabplatten des Denkmals erneuert .
 
Nach einer kurzen Ansprache wurden wieder zahlreiche
Blumengebinde am Denkmal abgelegt .
 
Ab 1943 kämpften auch Ukrainische Verbände mit der damaligen Sowjetunion gegen die Hitler Faschisten .
Flagge 1943 bis 1991
 
Die Alliierten Westmächte wie
  USA
   Großbritannien
  Frankreich , sowie auch
Kanada
 
kämpften ebenfalls gegen den Hitler Faschismus und mussten
auch große Verluste verzeichnen !
Leider gibt es heute auch wieder Nazis in Deutschland !
Die haben nichts begriffen und zum lernen zu dumm !!!
Aber wehret den Anfängen !!!
( Zeitzeuge )
 
                                                
 Die Geschichte des Denkmals     
   

Sowjetisches Ehrenmal um 1960

Am 08. Mai 1945 kapituliert die Deutsche Wehrmacht bedingungslos . Der Krieg in Europa ist zu Ende. Der von Nazideutschland angezettelte 2. Weltkrieg hat viele Opfer gefordert .

239 sowjetische Soldaten und Offiziere sowie 2 Zivilpersonen werden in Schöneiche begraben . Auf dem Ehrenfriedhof  in der Straße der Jugend ( davor Hauptstraße - heute Geschwister-Scholl-Straße ) liegen 230 sowjetische Soldaten ,davon 80 in Einzelgräbern . 87 Soldaten fielen in Schöneiche und dem Umfeld . Die meisten starben am 23. und 24 April 1945 .

Aus der Gemeinde Kagel  werden 42 namentlich bekannte Gefallene und 110 unbekannte sowjetische Soldaten überführt . Sie sind ebenfalls im Sammelgrab "Sowjetisches Ehrenmal" beigesetzt .

Auf dem Friedhof Friedensaue und dem Waldfriedhof wurden ebenfalls bekannte und unbekannte Soldaten in Einzel und Sammelgräbern beigesetzt .

!946 wird ein Gedenkstein für die Gefallenen sowjetischen Soldaten aufgestellt .

Am 01.04.1947 weist der sowjetische Kommandant in Erkner an ( ihm untersteht auch Schöneiche) das die Gräber sowjetischer Soldaten gepflegt und in Ordnung gehalten werden müssen .

Am 02. Juni 1947 unterbreitet der Schöneiche Architekt und Zimmermeister Alfred Werner einen Vorschlag für die Gestaltung des Ehrenmals für die gefallenen sowjetischen Soldaten .

   

Eigene Aufnahme : Mai 2003

Und so kennen wir das Ehrenmal noch heute . Allerdings am 22. Oktober 1947 begann die Bewachung  des "Russendenkmals"  durch 2 Personen. Sie erhielten RM 1,10 , denn die angelieferten Baustoffe , Ziegelsteine und Zement mussten vor Diebstahl geschützt werden . 

                      

Ab Gründung der DDR ( 07.Oktober 1949) und dem eingeführten staatlichem Feiertag 08. Mai - Tag der Befreiung ( Feiertag bis 1967 und ab 1985 ) wurden hierher Demonstrationen und Kranzniederlegungen durchgeführt . Der Bürgermeister , Vertreter von Partei (SED) der anderen Parteien , Massenorganisationen , Sportler, Schulen sowie Vereinen und Einzelpersonen fanden sich an diesem Tag hier ein . Auch am Tag der Oktoberrevolution in der UdSSR ( 07. November ) fand hier eine Kranzniederlegung statt. Abordnungen der sowjetischen Streitkräfte wurden auch hier her gebracht . Vereinzelt legten auch Ehepaare nach der standesamtlichen Trauung im Rathaus im laufe des Jahres hier die Brautsträuße ab .

Das Gelände und Lage des Denkmals

   

Wie in dem oberem Luftbild zu ersehen befindet sich die Gedenkstätte in einem spitzem Dreieck an der Ecke Stauffenberg-Straße - Geschwister-Scholl-Straße ( früher Hauptstraße ) und an der Rüdersdorfer Straße im Ortsteil Fichtenau .

 

v.l.n.r : Ecke Geschwister-Scholl-Straße -  Stauffenberg-Straße in Blickrichtung Fichtenau und Ortsausgang S-Bahnhof Rahnsdorf ** Ecke Rüdersdorfer Straße - Stauffenberg Straße in Blickrichtung Fichtenau und Ortsausgang S-Bahnhof Rahnsdorf .

 

v.l.n.r : Gedenkstätte - südliche Blickrichtung - Fichtenau und Ortsausgang .( Hier befand sich in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts ein Mittelweg und Rechts und Links Einzelgräber mit Grabeinfassungen wie im unterem Bild ) ** Gedenkstätte - nördliche Blickrichtung . ( Hier sieht man noch die Einfassung des Mittelweges , hier befanden sich auch Rechts und Links Grabeinfassungen für Einzelgräber ) In den Ende 50er und 60er Jahren des letzten Jahrhunderts wurden die Grabeinfassungen entfernt . Ob dabei auch die Gräber umgebettet wurden in die damalige UdSSR ist mir nicht bekannt .

   

Aus meiner Erinnerung waren es solche Grabeinfassungen .Diese Grabeinfassung stammt vom ehemaligen Dorffriedhof .Da es aber nach dem Krieg kaum Baumaterialien gab benutzte man restliche Einfassungen der anderen Friedhöfe des Ortes für die Einzelgräber . Auf denen gab es dann eine Zeit lang nur Erdhügel .

An jeder Seite des Gedenksteines ist eine Tafel angebracht in russischer Sprache . Es sind auch die Namen der Beigesetzten aufgeführt .

 

                     

.Im Einigungsvertrag 1990 wurde festgeschrieben das auch nach der Wiedervereinigung Deutschlands diese Gedenkstätten , Gräber und Ehrenmale erhalten bleiben und gepflegt werden .

So wurde auch 2005 das sowjetische Ehrenmal in Schöneiche saniert . Graffiti Schmierereien wurden beseitigt , die Klinker neu verfugt und die Steine am Sockel teilweise erneuert und neu verfugt . Auch am 08. Mai  jeden Jahres finden hier Gedenkfeiern statt , inzwischen keine Aufmärsche mehr , es finden sich aber immer noch etliche Menschen ein .

 

2005 nach der Rekonstruktion des Denkmals .

 

Hier einmal am 08. Mai 2008 in Bildern

Der Bürgermeister , Herr Jüttner , sowie die Vertreterin des Gemeinderates stellen eine Blumenschale hin .Die Regionale Presse ist auch vertreten . Zu Beginn der Gedenkstunde hielt der Bürgermeister eine ganz kurze Gedenkrede .

Links : Blumen von der Partei "Die Linken"  - Mitte und Rechts : Blumen von einer Einzelperson

Links u. Mitte : Mitglieder des Schöneicher Integrationsvereins "Schtetl" e.V. legen Blumen nieder. (Zweck des Vereins ist die Hilfe für Flüchtlinge, Spätaussiedler und andere Migranten zur Integration durch Förderung der Begegnung zwischen Einheimischen und Zuwanderern zur Pflege der Kulturen und im Interesse der Völ­kerverständigung sowie der Weltoffenheit und Toleranz unter der Bevölkerung Schöneiches. Der Vereinszweck soll insbesondere verwirklicht werden durch Begegnungen, gemeinsame Projekte, Förderung der Kultur, durch Sprachunterricht, Theater, Pflege des Liedgutes, Volkstanz und anderes. ** Rechts : Mitglieder der Partei "Die Linke " .

Einzelpersonen legen auch Blumen nieder . Ob noch andere Parteien und Vereine Blumen nieder legten ist mir nicht bekannt ( man kann ja nicht alle kennen :-)))   ).

   

Die Blumen an der Gedenkstätte die niedergelegt wurden .

Und im Winter 2009-2010 sieht es hier wie folgt aus :

 

Der Winter hat diesmal ganz mächtig Einzug gehalten . Die Pfeiler tragen große Schneemützen und die Straßen können nicht schnell genug geräumt werden .

 

08.Mai 2010

   

Auch an diesem 08. Mai ,dem 65. Jahrestag " Tag der Befreiung ", fanden sich etliche Bürger , Vereine , Parteien und Vertreter des Gemeinderates sowie der Bürgermeister zu einer kleinen Gedenkfeier an diesem Ehrenmal ein . Zahlreiche Blumengebinde wurden niedergelegt .

08.Mai 2011

 

Auch am 66. Jahrestag der Befreiung vom Hitler-Faschismus fanden sich wieder etliche Bürger ein .Dem Aufruf vom Bürgermeister waren Vertreter von Vereinen, Parteien , dem Gemeinderat , einzelne Bürger gefolgt und legten Blumengebinde nieder .

 

Nachtrag von  November 2011

Wie mir der ehemalige Schöneicher (Fichtenau), Martin mitteilte, so wurde nach 1933 an dieser Straßengabelung von den Nazis eine Gedenkstätte eingerichtet . Es wurden dort auch 2 Eichen gepflanzt die heute noch stehen . Jede Eiche erhielt auch einen Namen (diese werde ich aber hier nicht veröffentlichen) . Danke dem Martin für die Information !

 

     

 

Quellennachweis :

1.  google - Maps-Satelit

2.  Schöneiche b. Berlin - Eine Chronologie durch die Geschichte-2000

3.  Schöneicher Integrationsverein "Schtetl" e.V.

4.  Eigene Aufnahmen von 2003 bis 2008

5.  Eigene Aufnahmen vom 13.02.2010

6.  Eigene Aufnahme von 08.05.2010

7. Eigene Aufnahmen vom 08.05.2011

8. Eigene Aufnahmen 09.05.2014 und 2015