Schloss  Schöneiche bei Berlin
           Ab 1945
 
Anmerkung ! Dies ist eine rein private Seite und dient der Geschichts-Darstellung des ehem. Schlosses und der Gemeinde .Diese wird aber hier nur Stichpunktartig dargestellt , sonst würde es ein Buch werden :-)))
 
( Auf die jeweiligen Bilder klicken , dann erscheinen sie größer)
   
   Unter dem 25. Mai 1945 wird berichtet dass das Schloss geplündert wurde . Der Bau weist keine Kriegsschäden auf . Die sowjetische Besatzungsmacht beginnt überall mit umfangreichen Demontagen von Betriebsanlagen als Teil von Reparationsleistungen . Der sowjetische Ortskommandant setzt für die einzelnen Ortsteile neue Bürgermeister ein .
Im Juni 1945 wird im ehemaligen Kavaliershaus am Schloss eine Oberschule eingerichtet . Anfänglich wechseln auch die Schüler der Lindenschule hierher, da der Zustand der Lindenschule sehr schlecht ist .
    
v.l.n.r. : Kavaliershaus in den 50er Jahren , Kavaliershaus 2003 ein Kindergarten .
 
Am 14. September 1945 beginnt die Bodenreform in Schöneiche , Grundbesitzer über 100 Hektar und NSDAP Mitglieder waren werden enteignet .
1946 dient das Schloss als Lazarett , Quarantänestation und Wohnhaus . Nachdem das Lazarett ende 1946 geschlossen wurde, wurde im Schloss weiter geplündert und sogar eine Brandstiftung vorgenommen . Das Feuer konnte aber schnell gelöscht werden .
   
Im April 1949 weist die Gemeindeverwaltung an das Schloss abzureißen . Aus den Abrisssteinen und den zu erwartenden Baustoffen sollen Neubauernhäuser gebaut werden . Dieses gelingt nicht, da die Ziegelsteine, luftgetrocknete Hartstrichziegel, aus dem Mauerverband rausgerissen, bald zerfallen .Die Barocktüren, die Treppe mit ihrem kunstvollen Geländer, der getäfelte und mit Delfter Kacheln geschmückte Saal werden vernichtet . Erhalten bleiben die Pfosten einer der Toreinfahrten, die schmiedeeisernen Torgitter verschwinden. Die ehemalige Orangerie wird zum Wohnhaus umgebaut.

Das bis auf die Dachschäden intakte Schloss wurde also durch dumme Parteibonzen  endgültig vernichtet. Dieser Schritt wurde später, hinter vorgehaltener Hand, oft bedauert und bereut (meine Anmerkung).

Und was blieb noch alles erhalten ?

Beim ausprobieren meiner 1. Digitalkamera im Februar 2003 konnte ich diese Aufnahmen von den Resten des Schlosses machen . Links : Reste der östlichen gelegenen Gutsgebäude , Mitte : In südlicher Lage gelegene ehemalige Orangerie und umgebautes Wohnhaus als Ruine , Rechts : Nördlich und westlich gelegene Reste der Gutsgebäude (Stallung-Wirtschaft)

  

Auch gibt es noch die beiden Pfeiler vom Gutstor .Der linke Pfeiler grenzt an die Mauer der ehem. Schlosskirche .Am rechten Pfeiler schloss sich die Eingangstür an, daran eine Mauer bis zum Schloss . (Aufnahmen von 2003 )

 

 

Erhalten blieb auch die alte, heute als Naturdenkmal geschützte Platane ( sie ist auf dem Bild von 1860 schon zu sehen), die früher vor dem Schlossportal stand und einige andere schützenswerte Platanen und Linden im ehemaligen Schlosspark und Lustgarten .

Kurt Kretschmann  schuf 1950 diese Eule und war der Vorreiter zu DDR-Zeiten für den Naturschutz . Es war in der DDR ein gesetzliches Zeichen . Dieses Symbol wurde nach 1990 von NABU (Bund für Umwelt und Naturschutz ) übernommen und ist heute in ganz Deutschland zu finden .

Im Juni 2007 tauchten noch 2 Gegenstände aus dem Schloss auf . Sie sind im Raufutter Speicher Schöneiche ausgestellt .

 

Links : Eine Kaminplatte aus dem Schloss , Rechts : Eine Vase die einst einen Schlossweg zierte . (Vielleicht gibt es noch mehr Gegenstände die irgendwann auftauchen , schön wäre es ja )

 

Das Schloss im Februar 2008

Hier finden sich noch Reste des Schosses , die ehemalige Orangerie , die nach dem Abriss des Schlosses als Wohngebäude umgebaut wurde .

.v.l.n.r. : Blick aus dem Schlosspark Richtung Schlosskirche mit der alten Platane und Rechts der ehem. Orangerie - ehem. Orangerie mit den östlichen Resten der Wirtschaftsgebäuden mit ehem. Hof aus Richtung ehem. Schossgarten - ehem. Orangerie aus Richtung ehem. Schlossgarten (anderer Blickwinkel )

v.l.n.r. : Blick aus dem Schlosspark Richtung Platane und Schlosskirche - Die Patane als Naturdenkmal (im Hintergrund die Reste der ehem. Wirtschaftsgebäude und Hof - Die Naturschutz-Eule an der Platane .

v.l.n.r. : Die östlich gelegenen ehem. Wirtschaftsgebäude - Bild Rechts ein Blick in den Hof mit restlichen Gebäuden .

  

v.l.n.r. : Blick aus Höhe der Platane auf die ehem. Schlosskirche - Blick auf die Dorfstraße mit Torpfeilern ( links die Mauer zur ehem. Schlosskirche)

Auf dem Gelände des ehem. Schlossgartens wurde 2007 - 2008 das Schloss Caffee erbaut .

v.l.n.r. : Blick aus dem Schlosspark Richtung ehem. Schlosskirche (Links das Caffee -Rechts die ehem. Orangerie - Caffee mit dem Schild für eine Neu Eröffnung - Parkfläche und Entladefläche des Schloss Caffees .

v.l.n.r. : Erker und Eingang zum Caffee - Mitte ein Link zur Internetseite des Caffees - Außenansicht des Eingangsbereiches aus Richtung Platane .

v.l.n.r. : Parkweg und Flleß Richtung Schöneiche Straße - Blick auf Fließ und Schlosswiese .

 

Parkstimmung noch ohne Frühjahrsgrün .

   

Auf die Burg klicken , dort geht es weiter                                       

 
Quellennachweis dieser Seite :

1.  Schöneiche bei Berlin - Eine Chronologie durch die Geschichte

2.  Internet - google -Wapedia

3. Eigene Aufnahmen Februar 2008

4. Logo vom Schloss Caffee HP

 

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